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17.02.2012, 10:30 Uhr | Gerta Pfeifer, Vors. EAK Ammerland
Christen, die größte verfolgte Religionsgemeinschaft
Evangelischer Arbeitskreis der CDU diskutierte über weltweite Christenverfolgung

Kürzlich hat der EAK der CDU im Ammerland zu einem Diskussionsabend „Weltweite Christenverfolgung als Herausforderung für Kirche und Staat“ in das ev.-luth. Gemeindezentrum Metjendorf geladen. Elfriede und Alfred Lung aus Grasberg, Open Doors e.V., haben das Thema interessant und anschaulich behandelt.

 „In über 50 Ländern werden Menschen aufgrund ihres christlichen Glaubens verfolgt und diskriminiert, gefoltert und nicht zuletzt auch getötet.“, so Vorsitzende Gerta Pfeifer. Auch Pfarrer J. Weinrich, Metjendorf, wies bei seiner Begrüßung auf die Situation der Christen hin.

 

Elfriede und Alfred Lung referierten im Auftrage des Vereins „Open Doors Deutschland“ und betonten in ihren Ausführungen den Artikel 18 der Allgemeinden Erklärung der Menschenrechte von 1948, worin das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit garantiert wird. „Dieses Gesetz wird von vielen Staaten nicht gehalten.“, so Alfred Lung. Er wies allerdings auf die Bemühungen der deutschen Regierung hin, die diese Defizite immer wieder besonders in den Ländern ansprechen, in den Christen am stärksten verfolgt werden. Der Weltverfolgungsindex, der jährlich durch eine internationale Projektgruppe von Open Doors erarbeitet und veröffentlicht wird, umfasst 50 Länder und bietet Christen sowie Politikern und Kirchen eine verlässliche Grundlage zum Handeln.



Pfarrer J. Weinrich, Walter Karch, Gerta Pfeifer, Alfred Lung und Elfriede Lung (von links)

Besonders in den islamischen Staaten gebe es eklatante Verletzungen der Menschenrechte. Wer vom Islam zum Christentum konvergiere, müsse mit Verfolgung rechnen oder sogar mit dem Tod. Auch in den kommunistischen Ländern werden Christen verfolgt. In Nordkorea, so ein Beispiel, befänden sich von ca. 400 000 Christen etwa 70 000 in Arbeitslagern. In Nigeria und im Iran stünden Diskriminierungen, Verhöre, Misshandlungen und Unterdrückungen an der Tagesordnung.


Positives wusste Elfriede Lung aus Ägypten zu berichten. Dort sei es den koptischen Christen möglich, sich über soziale Netzwerke zu verbinden und auszutauschen. Ebenso gäbe es Ferienlager für Jugendliche und Kinder.

 Unabhängig von den "Zahlen" geht es an erster Stelle aber um die Frage, wie unseren verfolgten Glaubensgeschwistern durch Einzelpersonen oder als Hilfsorganisation, aber auch auf politischer Ebene oder durch die Medien, am besten geholfen werden kann.

 Die Zahl von 100 Millionen aufgrund ihres Glaubens verfolgter Christen dient in diesem Sinne vor allem zur Verdeutlichung der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Hilfe.