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23.08.2017, 11:43 Uhr | Mit freundlicher Genehmigung, NWZ Online, Doris Grove-Mittwede
Nachruf - Westerstedes Ehrenbürgermeister Hüniken verstorben
Sich vielfältig für andere Menschen, für sein Westerstede und sein Ammerland zu engagieren, das war ihm Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich: Manfred Hüniken, langjähriger Westersteder Bürgermeister und Westersteder Ehrenbürgermeister, ist tot. Er starb am Montag überraschend. Hüniken wurde 89 Jahre alt.
Westerstede -

Politisches und gesellschaftliches Engagement prägten das Leben des gebürtigen Mecklenburgers, der am 28. Mai 1928 in Kussow/Güstrow geboren wurde und auf einem Bauernhof aufwuchs. In den 1950er Jahren kam Hüniken aus beruflichen Gründen ins Ammerland, mit seinem Namen ist der Aufbau der Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik (Deula) in Westerstede eng verbunden; von 1953 bis 1991 war er dort als Direktor tätig.

1960 trat Hüniken in die CDU ein und wurde noch im gleichen Jahr in den Westersteder Stadtrat gewählt. Bis 1996 gehörte der Landwirt und Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Landwirtschaft ununterbrochen dem Stadtrat an, von 1976 bis 1996 war er ehrenamtlicher Bürgermeister in Westerstede und seit 1996 Ehrenbürgermeister. Die Westersteder Stadtsanierung und die Einrichtung der Westersteder Fußgängerzone waren Projekte, die Hüniken besonders wichtig gewesen sind. Das galt auch für Westerstedes Wachstum: In seiner Amtszeit wuchs Westerstede von 16 900 auf rund 21 000 Einwohner.

37 Jahre – von 1964 bis 2001 – engagierte sich der Familienvater, der mit seiner im November 2015 verstorbenen Frau Elfriede vier Kinder hatte, als CDU-Kreistagsmitglied auch in der Kreispolitik, war von 1968 bis 1982 zudem CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Obendrein vertrat Hüniken Ammerländer Interessen von 1978 bis 1986 als CDU-Landtagsabgeordneter in Hannover.

 

Doch die Politik war nur ein Betätigungsfeld für den Westersteder, der 1985 das Bundesverdienstkreuz erhielt: Ob Landesjägerschaft oder Fahrlehrerverband, Niedersächsischer Sparkassen- und Giroverband oder Diakonisches Werk, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Ammerländer Reitclub oder Sozialverband VdK – breitgefächert war Hünikens Engagement stets. Engagement, das ihm immer großen Spaß bereitet hat.

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