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24.05.2012, 11:02 Uhr | CDU Ammerland
CDU: Energiewende im Ammerland
CDU-Ammerland stellt Positionspapier auf/ Kreistagsfraktion will erstellte Positionen als Antrag einbringen
Mit sechs Positionen stellt sich die CDU-Ammerland dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 und öffnet sich zugleich dem Zeitalter erneuerbarer Energien. Die Partei fordert notwendige Maßnahmen, um eine „versorgungssichere, effektive sowie bezahlbare Energiepolitik“ sicherzustellen. Zugleich sollen Klima- und Umweltverträglichkeit berücksichtigt werden.
Edewecht/Westerstede -
Für den Ausbau regenerativer Energie sollen die bereits bestehenden Windkraftanlagen unter besonderer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger landschaftsverträglich erweitert werden. Hierbei sei eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, um einheitliche Verfahrensweisen zu gewährleisten. Unter anderem müssten die Schutzabstände zur Wohnbebauung festgelegt und die Verträglichkeit mit Tourismus sichergestellt sein. Beim Ausbau der Windenergie sowie der weiteren stromerzeugenden Einrichtungen sollen Information und die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger intensiviert werden, sowohl bei der Planung größerer Projekte als auch für deren finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten.
Zum Positionspunkt „Solare Strahlungsenergie“ wird festgestellt, dass bisher 1.700 Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 46 Megawatt im Ammerland existieren. Diesen sollen weitere Anlagen hinzugefügt werden, allerdings vorrangig auf bereits versiegelten Flächen und keinesfalls auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Ebenfalls die Nahrungsmittelproduktion betreffen Biogasanlagen.
Bei der Nutzung von Biogasanlagen setzt die CDU Ammerland, unter der Maßgabe von Wirtschaftlichkeit und Effizienz, auf kleine Mini-Biogasanlagen, die nicht mit Mais „gespeist“werden. Die Verantwortlichen CDU machen aber deutlich, dass der Landkreis darauf keinerlei Einfluss habe. Der Bundestag müsse das dafür das Baugesetz ändern.
Um die Belastung von Menschen in ihrem Wohnumfeld gering zu halten, spricht sich die Partei beim notwendigen Netzausbau auf allen Spannungsebenen für die Bevorzugung von Erdkabeln aus. Andererseits sei der Netzausbau von circa 3800 km notwendig. Die Zukunft der Energieversorgung müsse sich stärker an dezentraler Erzeugung des Stroms in den Regionen und seines Transportes in die Ballungszentren orientieren. Dabei könne sich das Ziel der CDU erfüllen, den Landkreis energieunabhängig und mit Aussicht auf eventuell positive Bilanzen zu gestalten.
Weiterhin fordert das Positionspapier alle Möglichkeiten auszuschöpfen, „um den Landkreis klimaneutral weiterzuentwickeln.“ Dies wird nicht nur als machbar, sondern auch als notwendige Konsequenz im Sinne des Energiewandels sowie als ein Gebot hinsichtlich der Schöpfung und der Kinder angesehen.
Als wichtigstes Thema in Punkto zukünftige Energiegestaltung sei das Einsparen von Strom zu benennen. Hierzu werden sowohl die Bevölkerung als auch die öffentliche Verwaltung des Landkreises aufgefordert. Geplant sei eine bessere Aufklärung über Energieeffizienz sowie Anreize zu setzen, wie beispielsweise den Gewinn eines Wettbewerbs als „Energie-Sparfuchs“.
Der CDU-Kreisverband beauftragt die Mitglieder seiner Partei im Kreistag und den Räten, diese Forderungen „zur Aufstellung eines Energiekonzeptes Ammerland“ in den kommenden Wochen einzubringen.
 
Für die Kreistagfraktion hat der Edewechter Jörg Brunßen an diesem Konzept mitgearbeitet.
 

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