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20.03.2014, 13:53 Uhr | NordwestZeitung Ammerland, mit freundlicher Genehmigung
Ungewisse Zukunft trotz Erfolgs
Berufsstarterklassen in Bad Zwischenahn und Wiefelstede droht das Aus
Schüler sollen zum Schulabschluss geführt und erfolgreich in die Berufswelt eingegliedert werden. Es sollen weitere Gespräche folgen, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen.
Drückten in der Hauptschule Bad Zwischenahn noch einmal die Schulbank: CDU-Politiker aus Gemeinderat, Kreistag und Landtag informierten sich über die KVB-Klassen.

Seit 2009 bieten die Hauptschule Bad Zwischenahn und die Oberschule Wiefelstede (seinerzeit noch Haupt- und Realschule) ein spezielles Angebot für Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen an, bei denen ein Schulabschluss aus unterschiedlichen Gründen gefährdet ist. Der Grundgedanke der „Berufsstarterklassen“ ist, diesen Schülern den Start in das Berufsleben bzw. eine Ausbildung durch einen speziellen Stundenplan zu erleichtern. Durch kleine Klassen können jeweils zwei Lehrkräfte gezielt auf die Schüler eingehen und theoretische Grundlagen, wie zum Beispiel das korrekte Bewerbungsschreiben und dessen Inhalte vermitteln. Weiterer Schwerpunkt: Die Schüler erhalten die Chance, verstärkt praktische Erfahrungen in Betrieben zu sammeln und im besten Fall schon wichtige Steine für den weiteren beruflichen Werdegang zu legen.

Bisher übernahmen der Landkreis und die Agentur für Arbeit die Finanzierung dieses Projektes. Damit könnte zu Beginn des nächsten Schuljahres Schluss sein, wenn die Agentur keine weiteren Mittel zur Verfügung stellt. Diese dürfe nur rein berufsorientierende Maßnahmen fördern, keine pädagogischen, erläuterte Schulleiter Peter Röben.

„Mittlerweile werden in Wiefelstede rund 70 Prozent und bei uns in Bad Zwischenahn 50 Prozent der Schüler erfolgreich in die Arbeitswelt nach der Schule eingegliedert. Die Tendenz ist weiter steigend“, begründet Röben die Notwendigkeit für die Fortsetzung der Berufsstarterklassen.

Ähnlich sieht dies auch CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke: „Die Fakten zeigen doch eindeutig, dass sich dieses Projekt schon rein aus finanzieller Sicht für alle Seiten lohnt.“ Eine mögliche Arbeitslosigkeit würde weitaus teurer kommen als eine Investition in dieses Projekt. Auch, so Nacke weiter, sei es in Zeiten von demografischem Wandel und dadurch bedingten Fachkräftemangel ein völlig falsches Signal. „Wir brauchen einfach Planungssicherheit bei der Finanzierung, da es sich um zwei Jahrgänge handelt“, wünscht sich Röben für die Zukunft seiner Klassen.

Diese Sicherheit sollen weitere Gespräche bringen, an denen Politik, Landkreis und Arbeitsagentur beteiligt sein werden. Das Ziel: Die Berufsstarterklassen langfristig im Ammerland zu etablieren.

https://www.nwzonline.de/ammerland/bildung/ungewisse-zukunft-trotz-erfolgs_a_13,6,1877009578.html

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