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10.06.2015, 10:04 Uhr | NWZ Online, mit freundlicher Genehmigung, Markus Minten
Offene Fragen auch nach zweiter Info-Veranstaltung
Rund 80 Interessierte folgen CDU-Einladung – Plädoyer für breite Elternbeteiligung
Ohrwege Zahlreiche Antworten, nach wie vor aber auch viele offene Fragen. So stellt sich die Situation nach der Informationsveranstaltung der CDU am Montagabend im „Ohrweger Krug“ dar. Rund 80 Interessierte, überwiegend Lehrer und Eltern, waren der Einladung zu einer Diskussion über eine mögliche Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bad Zwischenahn gefolgt.

„Knackpunkt“ einer IGS, so Schulleiter Jens Kazmirek (IGS Kreyenbrück), sei die Binnendifferenzierung, das Arbeiten mit 30 Kindern ganz unterschiedlicher Leistungsstandes. Kritisch sieht er eine IGS ohne Oberstufe, wie sie in Bad Zwischenahn angedacht ist. „Sie werden nicht genug Schüler mit der Leistungsempfehlung 1 (Gymnasium) haben“, glaubt er, auch wenn eine Kooperation mit dem Gymnasium möglich sei. „IGS kann ohne Gymnasialschüler aber nicht funktionieren. Sie brauchen die Mischung.“

Klaus Friedrich, Leiter des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht (GZE) sieht im Gymnasium die „Schulform, die durch die Schulgesetzänderung am stärksten betroffen ist“. Auch wenn er nicht glaube, dass es „sehr viele“ Schüler seien, die statt zum GZE auf eine IGS gehen würden – Friedrich rechnet mit fünf bis zehn pro Jahr – gelte: „Schüler, die zu anderen Schulen gehen, fehlen.“ Eine Klasse pro Jahrgang weniger sei eine Gefahr, größere Klassen die Folge. Bisher habe das GZE ein breites Angebot auch in der Oberstufe anbieten können. Nicht sinnvoll sei an einem Standort die Einrichtung einer zweiten Oberstufe. Dies ist in Bad Zwischenahn derzeit auch nicht geplant. Kazmirek dazu: „Man kann eine IGS ohne Oberstufe machen. Ich würde aber immer dafür plädieren. Eine andere Ausrichtung wäre eine Orientierung Richtung Oberschule.“

Mehr oder weniger unbeantwortet bleiben musste die Frage, wie der Übergang zu einer IGS funktionieren werde. Die eigentliche Arbeit liege bei einer Planungsgruppe, erläuterte Peter Röben, Leiter der Hauptschule Bad Zwischenahn. Da aber noch völlig unklar sei, wie diese aussehen werde, sei auch unklar, seien auch Konzept und Ausstattung der Schule unklar.

Unklar blieb, ob Zwischenahner Kinder auch künftig Oberschulen in Nachbargemeinden besuchen können. Ebenso sei noch offen, ob Edewechter Kinder eine IGS in Bad Zwischenahn besuchen könnten, hieß es.

CDU-Fraktionschefin Maria Bruns stellte noch eine Frage in den Raum: „Wichtig ist Qualitätsverbesserung. Aber gibt es wirklich eine solche, wenn wir eine IGS einführen?“ Jetzt würden Eltern benötigt, „die sagen, was sie für ihre Kinder wollen“, hofft sie auf eine breite Beteiligung an der Elternbefragung. Über ihrer voraussichtliche Schulwahl sollen die Eltern von 859 Kindern der ersten drei Grundschuljahrgänge sowie des letzten Kindergartenjahrgangs befragt werden.

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